3.1.5 Tertiärer Bereich

Zum tertiären Bereich zählen neben den Hochschulen auch die staatlichen und staatlich anerkannten Berufsakademien, die es in einigen Bundesländern gibt, die Fachschulen und die Schulen des Gesundheitswesens.[1] Die Fachschulen sollen an dieser Stelle kurz vorgestellt werden, da sie für den terminologischen Vergleich in Kapitel 4 wichtig sind.

Fachschulen
Die Fachschulen bieten berufliche Weiterbildungen an. Voraussetzung für die Aufnahme an einer Fachschule ist ein Berufsabschluss in einem anerkannten Beruf und in der Regel eine einschlägige berufliche Erfahrung. Die Bildungsgänge werden in Voll- und Teilzeit angeboten und schließen mit einem staatlichen Berufsabschluss, z.B. als staatlich geprüfter Techniker, ab.[2]

Die Hochschulen, die Berufsakademien und ihre Abschlüsse sind Gegenstand des folgenden Unterkapitels.



[1] KMK 2006:142
[2] KMK 2006:172

3.1.4 Berufsausbildung – Duales System der Berufsausbildung – Berufsfachschule – Berufsaufbauschule – Schulen des Gesundheitswesens

Schularten, die eine Berufsausbildung vermitteln und einen Hauptschulabschluss voraussetzen, werden an dieser Stelle kurz vorgestellt.

Duales System der Berufsausbildung
Das duale System der Ausbildung ist ein Modell, nach dem die Berufsausbildung abwechselnd im Betrieb und an der Berufsschule erfolgt. Es gibt 350 anerkannte Ausbildungsberufe, die in Ausbildungsordnungen des Bundes geregelt werden.[1]

Berufsfachschule
Berufsfachschulen sind berufliche Vollzeitschulen, an denen Jugendliche ohne vorherige praktische Berufsausbildung nach zwei- bis dreijährigen Bildungsgängen einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf erreichen können. Des Weiteren ist die Erlangung der Fachschulreife, die mit dem Realschulabschluss vergleichbar ist, und unter bestimmten Voraussetzungen die Erlangung der Fachhochschulreife möglich.

Berufsaufbauschule
Berufsaufbauschulen werden von Jugendlichen in der Ausbildung oder in der Berufstätigkeit besucht. Der Besuch der Berufsaufbauschule ist in Voll- und Teilzeit möglich. Der Abschluss vermittelt die Fachschulreife (Realschulabschluss).

Schulen des Gesundheitswesens
An den Schulen des Gesundheitswesens werden Krankenpfleger, Physiotherapeuten etc. ausgebildet. Diese Schulen sind an Krankenhäusern eingerichtet und vermitteln eine theoretische und praktische Ausbildung.[2]



[1] BMBF 2004a[2] BMBF 2004a